Beratungsansatz


Ich folge einem existentialistischen Bezugsrahmen und wende vor allem Techniken an aus der ressourcen- und ausdrucksorientierten Kunsttherapie (Expressive Arts Therapy, EXA) und aus dem Yoga. Ich lasse ebenfalls Techniken aus der Gestaltspiel-, der kognitiven Verhaltens-, der lösungsorientierten und der Hypnotherapie in die psychosoziale Beratung einfliessen.

Das Ziel meiner Vorgehensweise besteht darin, Lösungen zu finden, so dass Sie ihre Herausforderungen bewältigen können. Es ist ein weiteres Ziel, Ihnen zu helfen, sich selbst und Ihr Leben besser zu verstehen, indem Sie mehr Wissen und Bewusstsein über sich selbst erwerben. Dadurch erkennen und akzeptieren Sie, dass Sie frei sind, selbst zu entscheiden, wie Sie leben möchten; Sie erkennen Ihre Verantwortung; Sie erleben ein Gefühl der „Ganzheit“; und Sie werden fähig, Ihrem Leben Bedeutung zu verleihen.

Einige Worte zur Anwendung von ressourcen- und ausdrucksorientierten Kunstdisziplinen (EXA) und zum Existenzialismus.

EXA kombiniert verschiedene Kunstdisziplinen, inklusive Malerei, Poesie, Theater und Musik. Es ist ein intermodaler Ansatz, der in der Therapie, Beratung, Bildung, aber auch sozialen Transformationsprozessen eingesetzt wird.

Er geht davon aus, dass alle Menschen in irgendeiner Weise Zugang zu, bzw. ein Bedürfnis nach gestaltenden Handlungsweisen haben und dass Menschen spielerisch veranlagt sind. Die kunstorientierte Arbeitsweise legt den Fokus auf den schöpferischen Akt und das daraus entstehende Werk. Auf eine psychologische Deutung des Werks wird verzichtet.

Um eine EXA Intervention auszuprobieren muss man kein Künstler sein. Denn es gilt das Prinzip „low skill, high sensitivity“. Mit „low skill“ ist gemeint, dass man auf technisch anspruchsvolle Aufgabenstellungen und Verfahren verzichtet. Es wirkt die Logik der Sinne, durch welche Sinn erfahren, erlebt und wahrgenommen wird; Grenzen erkundet und ausgeweitet werden; das Lernen gefördert wird; und sich neue Möglichkeiten auftun. Neues ensteht und unbekannte Ressourcen werden (wieder-) entdeckt. Durch diesen Prozess werden Sie Ihre Freiheit erkennen und herausfinden, wie Sie leben wollen. Sie werden lernen, Verantwortung wahrzunehmen. Sie werden ein Gefühl von Ganzheit und Zufriedenheit erfahren.

Der Existenzialismus geht davon aus, dass die Existenz der Essenz vorangeht. Sie und die Art, wie Sie existieren, bestimmt die Essenz, die daraus entsteht (etwa die Ich-Struktur, Persönlichkeitsmerkmale etc.). Ich arbeite mit Ihnen so, wie Sie die Realität erleben. Existentialismus geht des Weiteren davon aus, dass alles im Leben vergänglich ist. Die Menschen sind in einem ständigen Prozess des Werdens begriffen; es gibt keine vorgegebene Reihenfolge oder ein permanentes Selbst. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) ihres fließenden Wesens streben die Menschen danach, ein Selbst zu entdecken oder zu schaffen, indem sie über Fragen nachdenken wie: „Wer bin ich?“, „Wie kann ich ein gutes Leben führen?“ oder „Wie sollte ich mich in meinen Beziehungen zu anderen Menschen verhalten?“ Die Suche nach dem Selbst, nach Sinn, Zweck, Werten und Zielen ist ein zentraler Aspekt des menschlichen Daseins. Menschen schaffen aktiv einen Sinn, indem sie ihre Lebensweise mit ihren Werten und Überzeugungen in Einklang bringen. Dieser Ansatz geht davon aus, dass nur bestimmte Teile von dem, was im Leben der Menschen geschieht, dem Bewusstsein zugänglich sind. Der Ansatz legt nahe, dass Menschen einen weit größeren Grad an Freiheit besitzen, als sie glauben oder bereit sind zuzugeben. Sie sind frei zu wählen, wie sie ihr Leben innerhalb der Grenzen der natürlichen und sozialen Beschränkungen wie dem Tod gestalten, indem sie von ihrem freien Willen und ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion Gebrauch machen.